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Die Inseln Madeira und Porto Santo sowie die unbewohnten Desertas bilden das Archipel Madeira, welches 1418 von Portugiesen entdeckt wurde. Madeira liegt im Golfstrom des Atlantischen Ozeans rund 500 km von der afrikanischen Küste entfernt, Flugzeit von Deutschland sind ca. 4 Stunden. Die Insel ist 741 km² groß, also 57 km lang und 22 km breit. Die privilegierte geografische Lage ist Garant für erstaunlich mildes Klima, gemäßigte Luftfeuchtigkeit und sehr angenehme Temperaturen, die zwischen 27 °C im Sommer und 19 °C im Winter liegen.
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Die Einwohnerzahl beträgt etwa 300 000, bewohnt sind nur die Inseln Madeira und Porto Santo. Die hohe Bevölkerungsdichte von zeitweise mehr als 400 Einwohnern je Quadratkilometer führte in der Vergangenheit wiederholt zu Auswanderungswellen, vor allem nach Südamerika. Seit dem Beitritt Portugals zur Europäischen Union erfuhr Madeira eine günstige wirtschaftliche Entwicklung, was zur Rückkehr vieler ausgewanderter Bewohner führte. Der Fremdenverkehr ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, bedeutendstes Exportprodukt ist Wein. Neben dem Weinbau spielt auch der Anbau von Bananen, Zuckerrohr, Getreide und Blumen eine herausragende Rolle. Wichtigster Produktionszweig ist die Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln (vor allem Zucker, Madeira-Wein und Obst). Auch der Fischfang ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.
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Klima
Madeira verfügt über mehrere Mesoklimata. Im Norden der Insel regnet es häufig, der Süden ist dagegen subtropisch warm. Im Sommerhalbjahr liegt die Insel im Einflussbereich des Nordostpassats, im Winterhalbjahr liegt sie im Westwindgürtel. Der vorherrschende Wind kommt aus Nordost. Er entsteht vor der Küste Portugals und zieht in Richtung auf die Kapverdischen Inseln. Dieser Wind bringt Feuchtigkeit mit sich und verursacht hohe Wellen an der Nordküste und oft, besonders morgens, unbeständiges Wetter an der Ostseite der Insel. Bei westlicher Windrichtung kann es im Osten der Insel sonnig und trocken sein, während es im Süden und im Westen regnet.
Die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur schwankt zwischen 19 Grad im Dezember und Januar und 27 Grad im Juli und August.
In ausgeklügelten, offenen Bewässerungsanlagen, den Levadas, wird Wasser aus dem regenreicheren Norden in den Süden, zu den Plantagen und Gärten, geführt.
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